7.11.2003 Die Chromatoren – Gustav Kluge

7.11.2003 Die Chromatoren © Gustav Kluge, Martin Kreyssig 2004

Ein Arbeitsbesuch im Atelier des Malers Thomas Eylert, seinem Malerstellvertreter sowie Gehilfe und Souffleuse. Ein Spielfilm (Länge 12:08 Min) von Martin Kreyssig nach dem Script von Gustav Kluge 2004.

7.11.2003 Die Chromatoren, Gustav Kluge / Videodokumentation Martin Kreyßig
7.11.2003 Die Chromatoren, Screenshot / © Gustav Kluge, Martin Kreyssig 2004
7.11.2003 Die Chromatoren, Gustav Kluge, Rebecca Garron / Videodokumentation Martin Kreyßig
7.11.2003 Die Chromatoren, Screenshot Rebecca Garron © Gustav Kluge, Martin Kreyssig 2004

Entdecke die große Welt der kleinen Tiere

Westliche Honigbeine, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann

Ausschnitte aus: Die große Welt der kleinen Tiere © Stadt Gladbeck, Daniel Ackermann, Martin Kreyssig 2021

Im Auftrag der Stadt Gladbeck haben Daniel Ackermann und Martin Kreyßig die interaktive Anwendung „Entdecke die große Welt der kleinen Tiere“ konzipiert und entwickelt.  Auf dem parkähnlichen Gelände eines ehemaligen Kotten, heute als Freizeitgelände mit Spielplatz, Wiesen und Kleintieren genutzt, wurde am Haus des Fördervereins Kotten-Nie ein Touchscreen-Monitor installiert. Hier lernen Kinder sechs typische Insekten ihrer Umgebung näher kennen: Die Gemeine Stechmücke, Stubenfliege, Westliche Honigbiene, Siebenpunkt Marienkäfer, Rote Gartenameise und den Kompostwurm.

Die Tiere wurden als 3D-Figuren modelliert, die Echtzeitanwendung in Unity umgesetzt. Interaktiv können die Kinder Einzelheiten der Insekten entdecken und dazu informative Texte etwa zum Körperbau, den Sinnen, zu Verhalten, Fortpflanzung und Lebensweise lesen und anhören.

Technische Hinweise zur Umsetzung:

  • Renderengine: HDRP in Unity 3D
  • Modelle: Polygoncount zwischen 15.000 und 80.000 Polygonen je Tier
  • Interaktion: alles mittels Touch und einem Finger, auch Zoomen und drehen
  • Projektbearbeitungszeit: 8 Monate
  • Programmiersprache: C#
  • Größe der Anwendung: ca. 680 MB

Konzeption, Dramaturgie und Gestaltung: Daniel Ackermann und Martin Kreyßig

Programmierung: Alexander Johr

Sprecherinnen und Sprecher:
Heike De Groot, Marion von Stengel, Jule De Groot

Siebenpunkt Marienkäfer, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann
Siebenpunkt Marienkäfer, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann 2021
Stubenfliege, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann
Stubenfliege, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann 2021
Stechmücke, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann
Gemeine Stechmücke, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann 2021
Kompostwurm, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann
Kompostwurm, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann 2021
Rote Gartenameise, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann
Rote Gartenameise, 3D-Echtzeit mit Unity © Daniel Ackermann 2021
Installation im Kotten-Nie © Fotobearbeitung: Daniel Ackermann
Installation im Kotten-Nie, Gladbeck © Fotobearbeitung: Daniel Ackermann 2021

Zur Konjugation von „fallen“ – Harald Klingelhöller

Zur Konjugation von „fallen“ © Harald Kingelhöller, Martin Kreyssig 1990

Film von Martin Kreyssig zu einer Einzelausstellung von Harald Klingelhöller im Van Abbemuseum Eindhoven 1990, Länge: 20 min.

Der Videofilm dokumentiert eine Einzelausstellung des Düsseldorfer Bildhauers Harald Klingelhöller (*1954) im Van Abbemuseum Eindhoven 1990. Der Arbeitsweise des Künstlers folgend, wurde aus den Titeln der Skulpturen, der Beugung des Tätigkeitswortes „fallen“ und der Deklination der Worte „Anatomie“ und „Angst“ ein akustisches Gewebe erstellt, an das die dokumentarischen Aufnahmen der Ausstellung geknüpft sind. Beim Hören entsteht auf diese Weise ein Sprachraum, dessen assoziative Bildkraft neben den Skulpturen existiert, ohne sie zu erklären.

Zur Konjugation von „fallen“ © Harald Klingelhöller, Martin Kreyssig 1990

Imagefilm für die Stadt Ballenstedt

Imagefilm Ballenstedt © Stadt Ballenstedt, Martin Kreyssig 2018

2018 entstand der Imagefilm für die Stadt Ballenstedt.

Konzept und Regie zu diesem Film führte Martin Kreyßig, die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit Marc Wiebach (Compositing) und Jan-Billy Blum-Arndt (Color Artist), die musikalische Komposition stammt aus der Hand von  Carl Christian Agthe.

Die Flugaufnahmen lieferte Christian Müller, die Fotografien Jürgen Meusel.

Imagefilm Ballenstedt @ 2018 Stadt Ballenstedt / MartinKreyssig
Imagefilm Ballenstedt @ 2018 Stadt Ballenstedt / MartinKreyssig
Imagefilm Ballenstedt @ 2018 Stadt Ballenstedt / MartinKreyssig
Imagefilm Ballenstedt @ 2018 Stadt Ballenstedt / MartinKreyssig
Imagefilm Ballenstedt @ 2018 Stadt Ballenstedt / MartinKreyssig

Storyline des Films

GESCHICHTE
Uta von Ballenstedt stammte aus …

Markgraf Albrecht der Bär (1100 bis 1170) wirkte … als der Gründer Berlins und Wegbereiter der Mark Brandenburg. Albrecht der Bär und seine Gattin Sophie liegen hier in der Krypta – im Stammhaus der Askanier – begraben. Ballenstedt – Die Wiege Anhalts

Friedrich Albrecht von Anhalt Bernburg (1735-1796) verlegte … die Residenz nach Ballenstedt und ließ das Schlosstheater errichten.

BAUKUNST
An der Straße der Romanik gelegen, stammen die ältesten Teile des Schlosses aus dem 11. Jahrhundert. Seit 1765 in seiner Blütezeit – von Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts – war Ballenstedt mit seinem barocken Schlossensemble Residenzstadt Anhalts.

GARTENKUNST
Der preußische Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestaltete … den Schlosspark um 1860 als Gartenträume mit terrassierter Wasserachse

MUSIK
Hoforganist Carl Christian Agthe begründete … mit der Hofkapelle die Musiktraditionen in Ballenstedt

Albert Lorzting dirigierte … 1846 im Schlosstheater seine Märchenoper »Undine«

Franz Liszt eröffnete … als Dirigent das anhalt-bernburgische Musikfest 1852, das “erste Zukunfts-Musikfest”

MALEREI
Hofmaler und Kammerherr Wilhelm von Kügelgen portraitierte … das geistige und bürgerliche Leben der Frühromantik

Caspar David Friedrich besuchte … Ballenstedt und malte 1811 das Gemälde „Gartenterrasse“, die Lesende im Vordergrund ist Caroline Bardua, in der Bildmitte eine antike Göttin, die Kastanienallee, in der Fernsicht der Brocken

»Die Gegend war unendlich schön und über die prächtig blauen Berge erhob sich der Brocken im Sonnenschein wie ein weißer Zuckerhut.»

LANDSCHAFTSARCHITEKTUR
Theaterarchitekt Bernhard Sehring erbaute … nach mittelalterlichem Vorbild die Roseburg und inszenierte sein Märchenschloss als italienischen und englischen Landschaftsgarten

Naturliebhaber, Kulturentdecker, Urlaubsgenießer erleben … die ehemalige Residenzstadt Anhalts – Barockjuwel im Vorharz

Ballenstedt – Die Wiege Anhalts

Immer mehr Städte und Kommunen setzen auf aussagekräftige Imagefilme, um ihre regionalen touristischen Highlights bestmöglich „in Szene“ zu setzen. Ziele, die mit der Erstellung solcher Videos verfolgt werden sind unterschiedlich; es muss nicht immer um die Steigerung der touristischen Standortattraktivität gehen. Wichtig ist: Die Botschaft muss überzeugen.

Martin Kreyßig, Professor für digitales Bewegtbild, setzt sich mit Filmsprache, Dramaturgie und Narratologie auseinander. In Kooperation mit der Stadt Ballenstedt sowie dem Medieninformatik-Absolventen Marc Wiebach entstand unter seiner Leitung ein Imagefilm, mit dem „die Wiege Anhalts“ besonders treffend in Szene gesetzt wurde. Seit dem 11. Jahrhundert transportiert Ballenstedt Emotionen – diese sollen nun mithilfe der Hochschule Harz übermittelt werden. Zu den Zielgruppen der touristischen Angebote gehören Naturliebhaber, Kulturentdecker sowie Urlauber, die seit August 2018 in den Genuss des Kurzfilms kommen. Er umspielt historische Größen, die in der regionalen Geschichte verortet sind – jedoch überregional Bedeutung erlangten – Bau- und Gartenkunst sowie Landschaftsarchitektur, aber auch Malerei und Musik. „Das Bewegtbild folgt einer Komposition des lange in Ballenstedt lebenden Komponisten und Organisten Carl Christian Agthe, mithilfe derer die historischen Alleinstellungsmerkmale musikalisch belebt werden“ erzählt Kreyßig.

© Text von Thomas Karolszak, 2018

Museum Schiefes Haus – Imagefilm

Imagefilm Museum Schiefes Haus, Wernigerode © Kulturstiftung Wernigerode, Martin Kreyssig 2011/2024

Parallel zur Renovierung und Umbau zu einem Museum in Wernigerode wurde 2011 das MUSEUM SCHIEFES HAUS als 3D-Objekt mit Autodesk Maya visualisiert und  ist heute teil der Dauerausstellung im Erdgeschoss. Die aktualisierte Version von 2024 nutzt einen neu geschriebenen und von Rainer Schulze eingesprochenen Text.

Dabei galt es die Fachwerkkonstruktion zu verstehen, wichtiger noch aber die traditionelle Funktion des Hauses als Walkmühle zu verdeutlichen. Die Mühle wurde virtuell in Funktion gesetzt und erklärt die Arbeitsabläufe und damit den Grund, warum das Haus schief wurde.

Realisation: Christian Hoffmann, Meike Müller, Oliver Szymkowiak unter Leitung von Rainer Schulze und Prof. Martin Kreyßig.

Zum Museum: Das MUSEUM SCHIEFES HAUS in Wernigerode liegt direkt hinter dem mehr als 500 Jahre alten Rathaus an der Klintgasse. Auf dem Klint (kleine Anhöhe) ist die Stadt Wernigerode vor rund 1000 Jahren gegründet worden.
Das Haus wurde um 1680 als Walkmühle der Tuchmacher an der Stelle einer alten Mühle erbaut, die schon im 13. Jahrhundert urkundlich genannt wird. Das Wasserrad wurde durch einen Mühlgraben aus dem Zillierbach gespeist. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts diente das Gebäude als Mehl-Mühle, gegen 1890 erfolgte der Ausbau zum Wohnhaus. Jahrelang nutzte die Stadtverwaltung das Haus als Verwaltungssitz.
2010 bis 2012 veranlasste die Stadt Wernigerode die denkmalgerechte Sanierung und den Ausbau zum Museum. Das Haus wurde der Kulturstiftung Wernigerode zur Nutzung übergeben.

Imagefilm Museum Schiefes Haus, Wernigerode © Kulturstiftung Wernigerode, Martin Kreyssig 2011/2024