putz, rabitz, gips – Installation und Skulptur. Kurzfilm von Martin Kreyßig zur Ausstellung von Elisabeth Wagner im Frühjahr 2018.
Gefilmt wurde in der Einzelausstellung von Elisabeth Wagner, Freie Akademie der Künste in Hamburg, die dort vom 27. März bis 13. Mai 2018 zu sehen war.
Performance: Thordis M. Meyer / Kamera- und Tonassistenz: Marc Wiebach / Color-Artist: Jan-Billy Blum-Arndt / Kamera und Regie: Martin Kreyßig
Standbild aus dem Film „putz, rabitz, gips“ – Elisabeth Wagner, 2018 / Performance Thordis M. Meyer / Film von Martin KreyssigStandbild aus dem Film „putz, rabitz, gips“ – Elisabeth Wagner, 2018 / Performance Thordis M. Meyer / Film von Martin Kreyssig
Videoessay der Ausstellung „LE DIAPHANE – Une Réflexion, une Collection, une Exposition, un Lieu“ in französischer Sprache (60 min, 1993) von Martin Kreyssig, kuratiert von Denys Zacharopoulos, mit Werken von Giovanni Battista Piranesi und zeitgenössischen Künstlern in Tourcoing / Pas de Calais 1990 – 91.
Künstlerliste: Carla Accardi, Pierre Dunoyer, Arnulf Rainer, Jean Pierre Bertrand, Jannis Counellis, Reinhard Mucha, Per Kirkeby, James Coleman, Thomas Ruff, Thomas Schütte, Niele Toroni, Dan Flavin, Eugéne Leroy, Gilberto Zorio, Pier Paolo Calzolari, Michelangelo Pistoletto, Daniel Walravens, Matt Mullican, Jan Vercruysse, Harald Klingelhöller, Herbert Brandl, Jean-Marc Bustamante, Marisa Merz, Mario Merz, Brice Marden, Isa Genzgen, Renè Daniels, Jeff Wall, James Welling, Ernst Caramelle, Helmut Dorner, Mariella Simoni, Richard Long, Gerhard Richter, Pat Steir, André Caderé, Blinky Palermo, Sol Lewitt, Silvie et Chérif Defraoui, Thomas Struth, Dan Graham, Günther Förg, Lawrence Weiner et al.
Der Videofilm mit dem Titel »Le soleil a la taiIlle d’un pied humain / Die Sonne hat die Größe eines menschlichen Fußes« folgt der von Denys Zacharopoulos konzipierten Ausstellung im Museum und der Akademie der nordfranzösischen Stadt Tourcoing. Der umfangreichen Präsentation zeitgenössischer Kunst stehen die Arbeiten des Barockarchitekten und Vedutenzeichners Giovanni Battista Piranesi (1720-78) gegenüber. Der Film geht ausführlich auf die Arbeit dieses großartigen „Archäologen der Architektur“ ein, beschreibt Leben und Technik, und verbindet sein Oeuvre mit den Darstellungen moderner Skulptur, Malerei und Zeichnung.
Texte von Heraklit, Victor Hugo, Paul Valéry und Paul Virilio ergänzen den Film um die Problematik der Repräsentation moderner Kunst im Museum. Das Durchscheinende – Diaphane – der Ausstellung bildet die Struktur des Films.
Ein Super-8-Film (Länge 1:45 Min) und ein Toast auf Manhattan von Martin Kreyssig, Performance Axel Klepsch & Martin Kreyssig 1982, gedreht im PS1 in New York.
Künstlerinnen und Künstler: Kai Althoff, Cosima von Bonin, Werner Büttner, Clegg & Guttmann, Mark Dion, Helmut Dorner, Fischli & Weiss, Günther Förg, Isa Genzken, Asta Gröting, Georg Herold, Hubert Kiecol, Martin Kippenberger, Michael Krebber, Meuser, Reinhard Mucha, Christian Philipp Müller, Christa Näher, Manuel Ocampo, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Tobias Rehberger, Andreas Schulze, Andreas Slominski, Franz West, Christopher Williams, Joseph Zehrer, Heimo Zobernig.
Seit einem Jahrzehnt stellen die Deichtorhallen in loser Folge bedeutende Privatsammlungen der Gegenwartskunst vor. Den Auftakt dieser bislang sieben Präsentationen bildete 1991 die schweizerische Emanuel Hoffmann-Stiftung, eine hochkarätige Sammlung der Moderne. Zuletzt zeigten die Deichtorhallen 1998 unter dem Titel „Emotion“ Teile der Münchner Privatsammlung Goetz, in der junge britische und amerikanische Positionen der 90er Jahre gegenübergestellt wurden.
Die Ausstellung „Vom Eindruck zum Ausdruck – Grässlin Collection“ führt diese Reihe fort. Damit wird ein von den bisher gezeigten Sammlungen weitgehend differierender Typus des Kunstsammelns vorgestellt. Denn die „Grässlin Collection“ kann man eher als Gruppenunternehmen, als eine Art kollektives Werk sehen, an dem die fünf Familienmitglieder – Anna, Thomas, Sabine, Bärbel und Karola Grässlin – beteiligt sind und in dem sich die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten widerspiegeln.
Der Titel der Schau „Vom Eindruck zum Ausdruck“ ist einem Gemälde von Martin Kippenberger entliehen, mit dem die traditionelle Vorstellung von der Entstehung des Kunstwerks ironisch ins Gegenteil verkehrt wird. Zugleich markiert dieses Bild von 1981 die Entstehungszeit des neueren Teils der Grässlinschen Sammlung, dem die jetzige Ausstellung gewidmet ist. Die Wurzeln des mehr als 1000 Einzelposten umfassenden Kunstbesitzes liegen in der „Informellen Malerei“ und dem süddeutschen Konstruktivismus. Der 1976 früh verstorbene Unternehmer Dieter Grässlin und seine Frau Anna im badischen St. Georgen haben ein respektables Ensemble der Kunst nach 1950 zusammengetragen; darunter finden sich bedeutende Werke von Wols, Fontana, K. O. Götz, Sonderborg.
Vom 5. bis 15. Dezember 2024 zeigte das Westwerk e.V. in Hamburg Bilder des Filmemachers und Malers Michael Heinrich. Kuratiert wurde die Ausstellung von Martin Kreyssig.
Pressetext: Seine Vorliebe für die Malerei alter niederländischer Meister und die analytische Beschäftigung mit der Herstellung, Verbreitung und Rezeption von Bildern in unserer heutigen abendländischen Kultur haben Michael Heinrich dazu gebracht, gegenständlich und nur noch nach Fotos zu arbeiten.
In den letzten zehn Jahren hat er eine, an den klassischen Techniken der Ölmalerei orientierte, Malweise entwickelt, bei der er den Pinselduktus auf ein Minimum also auf Punkte bzw. Striche reduziert, um so mit einer hohen “Auflösung” Farbe, Licht und Raum atmosphärisch zu verdichten.
Im Rahmen des Programms „Kleines Bilderlazarett“ setzt er sich unter anderem mit Ereignissen auseinander, die uns maßgeblich über Bilder in den verschiedenen Medien vermittelt sind. Bilder, die unsere Perspektive, Anschauung, und Sicht auf die Welt geprägt und sich in unser kollektives Gedächtnis eingeschrieben haben. Die unmittelbare Nähe von Faszination und Grauen beim Betrachten mancher Bildinhalte interessieren Michael Heinrich besonders.
Abbildungen aus Zeitungen, Zeitschriften und dem Internet, die bereits eine eigene Geschichte, einen eigenen medialen Weg genommen haben, sowie einzelne Filmbilder, aus dem Lauf der Bewegung erfasst, dienen dem Künstler als Vorlagen und Inspirationsquellen. Michael Heinrich malt Bilder, die Bilder zum Thema haben.