Ladder – Andreas Slominski

Ladder © Andreas Slominski, Martin Kreyssig 1998

Andreas Slominski, manifesta 2, Luxembourg 1998, Videofilm, Länge: 2:53 min

Eine Aktion von Andreas Slominski, der eine Holzleiter durch eine Tür trägt. Der Film konzentriert sich auf die Vor- und Nacharbeiten der Handwerker und bereitet so den Platz für die echten Gesichter, Handlungen und Fertigkeiten im Kunstgeschäft.

»German artist Andreas Slominski attempted to enter one room of the Casino Luxembourg with a ladder in a horizontal position. However, as the door was too narrow, outlines of the ladder were cut into the wall. Once the ladder was inside the room, the wall was repaired and a video of this process was projected serving as a reflection on the reception and production of the artistic process.«

Source: https://www.manifesta.org/editions/manifesta-2-luxembourg/participants

Ladder, Andreas Slominski, manifesta 2, Luxembourg 1998, Videofilm von Martin Kreyssig

Zur Konjugation von „fallen“ – Harald Klingelhöller

Zur Konjugation von „fallen“ © Harald Kingelhöller, Martin Kreyssig 1990

Film von Martin Kreyssig zu einer Einzelausstellung von Harald Klingelhöller im Van Abbemuseum Eindhoven 1990, Länge: 20 min.

Der Videofilm dokumentiert eine Einzelausstellung des Düsseldorfer Bildhauers Harald Klingelhöller (*1954) im Van Abbemuseum Eindhoven 1990. Der Arbeitsweise des Künstlers folgend, wurde aus den Titeln der Skulpturen, der Beugung des Tätigkeitswortes „fallen“ und der Deklination der Worte „Anatomie“ und „Angst“ ein akustisches Gewebe erstellt, an das die dokumentarischen Aufnahmen der Ausstellung geknüpft sind. Beim Hören entsteht auf diese Weise ein Sprachraum, dessen assoziative Bildkraft neben den Skulpturen existiert, ohne sie zu erklären.

Zur Konjugation von „fallen“ © Harald Klingelhöller, Martin Kreyssig 1990

The Hidden Island Song

Charon, mit Bockwurst und Kartoffelsalat,
entgleitet die Korpulenz, noise-cancelled
die Songs des zornigen Reznor, dieselt er
zwischen den Welten, den Cutter am Hals:
Orpheus zahlt nicht, Orpheus singt.

Gäste des Augenblicks sind wir, Münzlutscher
in Überfahrt. Von der Mandel, Tropfen
des Lebens, zur Gischt am Enddorn:
Langgliedrige Rippengitter.

Zwischendurch ist’s Wolkenspiel, am Meer
pulsieren Wiesenwellen, mahlende Pferde,
der Zeit entgegen, rüsten
das Gesicht mit Strahlen.

In der türkisfarbnen Dünung schwebt
das Eiland, Sandskulptur und schmucker Stein.
Noch zwölf Schläge sind’s, dann:
Holüber und betritt die andre Welt.

Hoffnung trägt das Sandkorn im Gestrome,
niederschwebt an Buhne Elf
der Korken einer fahlen Nacht, im Sinkflug
Möwen im Falsett, Opera buffa mit Fährmann.

Pepperkorn und Künstlerkind wringen Taue zum Duett,
schwärzen Augenlicht mit feuchtem Sand,
leben im Ursprung als Fermate,
Gezeitenbrache, singt Orpheus kraftlos:
Von hier kehrt auch Eurydike nicht heim.