Der Einzug, 1937

Der Einzug © 1937/2025 Martin Kreyssig

Die ungeschnittenen Aufnahmen entstanden nach dem Einzug meiner Großeltern im Februar 1937 auf dem später genannten „Bruderhof“ in Hohenferchesar (heute: Havelsee) in der Nähe von Brandeburg/Havel. Hier lebten meine Großeltern Johanna und Dr. Lothar Kreyssig mit ihren vier Söhnen Peter, Jochen, Uwe, Christoph und vielen anderen Menschen.

Der stumme Kurzfilm in Schwarzweiss wurde von meinem Großonkel Dr. Alfred Lederer gedreht. Als Amateur filmte er mit einer 16mm-Kamera von Siemens mit Handaufzug.

Johanna Kreyssig / Familie Kreyssig zieht 1937 nach Hohenferchesar / Havelsee © Martin Kreyssig
Gedenkstein-Lothar Kreyssig in Hohenferchesar / Havelsee @ Martin Kreyssig 2008

putz, rabitz, gips – Elisabeth Wagner

Standbild aus dem Film "putz, rabitz, gips" / Film von Martin Kreyssig 2018
putz, rabitz, gips © Elisabeth Wagner, Martin Kreyssig 20218

putz, rabitz, gips – Installation und Skulptur. Kurzfilm von Martin Kreyßig zur Ausstellung von Elisabeth Wagner im Frühjahr 2018.

Gefilmt wurde in der Einzelausstellung von Elisabeth Wagner, Freie Akademie der Künste in Hamburg, die dort vom 27. März bis 13. Mai 2018 zu  sehen war.

Performance: Thordis M. Meyer / Kamera- und Tonassistenz: Marc Wiebach / Color-Artist:  Jan-Billy Blum-Arndt / Kamera und Regie:  Martin Kreyßig

Standbild aus dem Film "putz, rabitz, gips" / Film von Martin Kreyssig 2018
Standbild aus dem Film „putz, rabitz, gips“ – Elisabeth Wagner, 2018 / Performance Thordis M. Meyer / Film von Martin Kreyssig
Standbild aus dem Film "putz, rabitz, gips" / Film von Martin Kreyssig 2018
Standbild aus dem Film „putz, rabitz, gips“ – Elisabeth Wagner, 2018 / Performance Thordis M. Meyer / Film von Martin Kreyssig

Vom Eindruck zum Ausdruck – Grässlin Collection

Vom Eindruck zum Ausdruck – Sammlung Grässling, Deichtorhallen Hamburg © Familie Grässlin, Martin Kreyssig 2001

Die Sammlung Grässlin in den Deichtorhallen Hamburg, 2001. Videofilm (Länge: 17:30 Min), hergestellt von Martin Kreyssig im Auftrag der Familie Grässlin. Mit Musik von Rüdiger Carl nach Texten von Werner Büttner, gespielt von Alexander von Schlippenbach (Piano), Gabi Dziuba (Stimme) und Rüdiger Carl (Stimme, Akkordeon, Drummachine).

Künstlerinnen und Künstler: Kai Althoff, Cosima von Bonin, Werner Büttner, Clegg & Guttmann, Mark Dion, Helmut Dorner, Fischli & Weiss, Günther Förg, Isa Genzken, Asta Gröting, Georg Herold, Hubert Kiecol, Martin Kippenberger, Michael Krebber, Meuser, Reinhard Mucha, Christian Philipp Müller, Christa Näher, Manuel Ocampo, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Tobias Rehberger, Andreas Schulze, Andreas Slominski, Franz West, Christopher Williams, Joseph Zehrer, Heimo Zobernig.

Seit einem Jahrzehnt stellen die Deichtorhallen in loser Folge bedeutende Privatsammlungen der Gegenwartskunst vor. Den Auftakt dieser bislang sieben Präsentationen bildete 1991 die schweizerische Emanuel Hoffmann-Stiftung, eine hochkarätige Sammlung der Moderne. Zuletzt zeigten die Deichtorhallen 1998 unter dem Titel „Emotion“ Teile der Münchner Privatsammlung Goetz, in der junge britische und amerikanische Positionen der 90er Jahre gegenübergestellt wurden.

Die Ausstellung „Vom Eindruck zum Ausdruck – Grässlin Collection“ führt diese Reihe fort. Damit wird ein von den bisher gezeigten Sammlungen weitgehend differierender Typus des Kunstsammelns vorgestellt. Denn die „Grässlin Collection“ kann man eher als Gruppenunternehmen, als eine Art kollektives Werk sehen, an dem die fünf Familienmitglieder – Anna, Thomas, Sabine, Bärbel und Karola Grässlin – beteiligt sind und in dem sich die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten widerspiegeln.

Der Titel der Schau „Vom Eindruck zum Ausdruck“ ist einem Gemälde von Martin Kippenberger entliehen, mit dem die traditionelle Vorstellung von der Entstehung des Kunstwerks ironisch ins Gegenteil verkehrt wird. Zugleich markiert dieses Bild von 1981 die Entstehungszeit des neueren Teils der Grässlinschen Sammlung, dem die jetzige Ausstellung gewidmet ist. Die Wurzeln des mehr als 1000 Einzelposten umfassenden Kunstbesitzes liegen in der „Informellen Malerei“ und dem süddeutschen Konstruktivismus. Der 1976 früh verstorbene Unternehmer Dieter Grässlin und seine Frau Anna im badischen St. Georgen haben ein respektables Ensemble der Kunst nach 1950 zusammengetragen; darunter finden sich bedeutende Werke von Wols, Fontana, K. O. Götz, Sonderborg.

(Quelle: Deichtorhallen Hamburg)

Grässlin Collection, Deichtorhallen Hamburg © Familie Grässlin, Martin Kreyssig 2001
Grässlin Collection, Deichtorhallen Hamburg © Familie Grässlin, Martin Kreyssig 2001
Grässlin Collection, Deichtorhallen Hamburg © Familie Grässlin, Martin Kreyssig 20
Grässlin Collection, Deichtorhallen Hamburg © Familie Grässlin, Martin Kreyssig 2001

BODYMAP

BODYMAP © Axel Klepsch, Martin Kreyssig 1982/2025

Ein Super-8-Film (Länge 1:45 Min) und ein Toast auf Manhattan von Martin Kreyssig, Performance Axel Klepsch & Martin Kreyssig 1982, gedreht im PS1 in New York.

BODYMAP © Axel Klepsch, Martin Kreyssig, 1982/2025
BODYMAP © Axel Klepsch, Martin Kreyssig, 1982/2025
BODYMAP © Axel Klepsch, Martin Kreyssig, 1982/2025

Kleines Bilderlazarett – Michael Heinrich

Kleines Bilderlazarett © Michael Heinrich, Martin Kreyssig 2024

Vom 5. bis 15. Dezember 2024 zeigte das Westwerk e.V. in Hamburg Bilder des Filmemachers und Malers Michael Heinrich. Kuratiert wurde die Ausstellung von Martin Kreyssig.

Pressetext: Seine Vorliebe für die Malerei alter niederländischer Meister und die analytische Beschäftigung mit der Herstellung, Verbreitung und Rezeption von Bildern in unserer heutigen abendländischen Kultur haben Michael Heinrich dazu gebracht, gegenständlich und nur noch nach Fotos zu arbeiten.

In den letzten zehn Jahren hat er eine, an den klassischen Techniken der Ölmalerei orientierte, Malweise entwickelt, bei der er den Pinselduktus auf ein Minimum also auf Punkte bzw. Striche reduziert, um so mit einer hohen “Auflösung” Farbe, Licht und Raum atmosphärisch zu verdichten.

Im Rahmen des Programms „Kleines Bilderlazarett“ setzt er sich unter anderem mit Ereignissen auseinander, die uns maßgeblich über Bilder in den verschiedenen Medien vermittelt sind. Bilder, die unsere Perspektive, Anschauung, und Sicht auf die Welt geprägt und sich in unser kollektives Gedächtnis eingeschrieben haben. Die unmittelbare Nähe von Faszination und Grauen beim Betrachten mancher Bildinhalte interessieren Michael Heinrich besonders.

Abbildungen aus Zeitungen, Zeitschriften und dem Internet, die bereits eine eigene Geschichte, einen eigenen medialen Weg genommen haben, sowie einzelne Filmbilder, aus dem Lauf der Bewegung erfasst, dienen dem Künstler als Vorlagen und Inspirationsquellen. Michael Heinrich malt Bilder, die Bilder zum Thema haben.